» Sendet eure Erfahrungsberichte an die Woschd-Master
MGünther schrieb: (07.10.2008) - Gegendarstellung zu "Nach einer wahren Begebenheit ..."
Alles begann am 22.09.2008 um 08:55. Ich öffnete den Posteingang meines Email Kontos. Folgende Mail war bei mir eingegangen:
Hallo MXXXXXXX!
Du hast Dich gerade bei WUDL angemeldet.
Zur entgültigen Teilnahme benötigen wir das Startgeld (reine Deckungskosten) in Höhe von 6 Euro.
Entweder übergibst Du es persönlich an einen der Veranstalter oder per überweisung auf folgendes Konto:
Kontoinhaber: OXXXXX GXXXXX
Kontonummer: 5XXXXXXXXXX
Bankleitzahl: 7XXXXXXX
Verwendungszweck: Startgeld WUDL
Nach Eingang des Betrags gilt Deine Teilnahme als vollständig. (Bei Nichtteilnahme erfolgt keine Geld-Zurück-Erstattung)
Zusätzlich findest Du im Anhang
- die offizielle Einladung
- das Reglement
- die Wegbeschreibung
Danke für Deine Anmeldung und bis bald.
Die Veranstalter
Ich war etwas verwirrt. Ich hatte zwar schon von diesem Lauf gehört, angemeldet habe ich mich dort jedenfalls nicht. Ich dachte dies sei eine Verwechslung und antwortete nicht auf diese Mail. Natürlich überwies ich auch kein Geld auf das angegebene Konto.
Ein paar Tage später unterhielt ich mich mit einem ehemaligen Schulkameraden, der bis dahin auch noch zu meinen Freunden gehörte, über verschiedene Vorkommnisse der vergangenen Wochen, darunter auch über diese Mail. Er lachte nur und meinte dass er mich dort angemeldet hat. Dies tat er (laut eigener Aussage), da er sich nicht alleine dieser sportlichen Herausforderung stellen wollte. Darum gab er ohne meine Zustimmung meine Emailadresse heraus. Scheinbar überwies er auch den fälligen Betrag.
Da ich aber ja ein guter Freund und kein Spielverderber war, habe ich mich dazu hinreißen lassen an diesem Lauf teilzunehmen.
Der Tag des Laufes brach an. Wir fuhren pünktlich zum Treffpunkt und nahmen an dem Lauf teil.(Ich sponsorte sogar noch den Senf für meinen Rivalen damit er die Würstchen "besser runter bekommt")
Soweit muss ich meinem Vorredner recht geben. Nur ab jetzt muss ich ein paar Sachen richtig stellen:
Es ist wahr dass sich mein Rivale 2 cm vor mir befand. Nur wo? Vor oder hinter der Ziellinie? Ich konnte nämlich keine sehen! Somit kann ich mich auch nicht an ein "Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Ziellinie" erinnern!
Als nun von mir beim Wettkampfrichter nach unseren Zeiten nachgefragt wurde, bekam ich die Antwort, dass mein Rivale wohl ein bis zwei Zentimeter vor mir war. Wir beide hatten jedoch die identische Zeit von 53:34 Minuten.
Ich, als fairer Sportsmann, ging natürlich sofort zu meinem "Freund" und erzählte ihm dies. Er war überglücklich dass er mich "geschlagen" hat. Ich war mit unserer Zeit auch voll und ganz zufrieden. Ich akzeptierte ohne zu murren meinen ehrlich verdienten 10ten Platz. Voller Freude gratulierte ich ihm zu seinem sehr guten 9ten Platz.
Aus Neugier besuchte ich nun heute die Seite von w-u-d-l.
Ich sah bei der Betrachtung der Zeiten dass ich nun fälschlicher Weise vor meinem Rivalen als 9ter gehandelt wurde. Ich aktualisierte die Seite um zu schauen ob es sich nur um einen Fehler handelte, und siehe da, die Platzierungen waren nun richtig. I.W. auf Platz 9, ich auf Platz 10. Nur wurde nun meine Zeit um eine Sekunde verschlechtert.
Dies wollte ich meinem "Freund" (der zufälligerweise im gleichen Büro wie das w-u-d-l - Team sitzt) mitteilen. Er hob ab und schon hörte ich lautes Gelächter. Nicht nur von ihm. Nein, es waren auch seine Arbeitskollegen (w-u-d-l - Team) die sich über meinen Anruf amüsierten! Ich bat nun diese großartigen Programmierer diesen Fehler, der sich da wohl eingeschlichen hat, auszubessern. Bei wiederholtem aktualisieren der Seite musste ich dann feststellen, dass die Zeit von I.W., aus mir unerklärlichen Gründen, aus heiterem Himmel, um eine ganze Sekunde verbessert wurde. (Dies ist scheinbar auch einem Reporter einer großen Zeitung mit 4 Buchstaben aufgefallen - siehe Enthüllungsartikel)
Nun Frage ich mich ob das auch wirklich gerechtfertigt ist!!!! Wo kämen wir hin wenn man einfach so Sekunden verschenkt?
Was würde ein Usain Bolt (Weltmeister über 100m, 16.08.2008) sagen, wenn man ihm statt 9,69s nur eine 10,69s zuspricht?
Natürlich würde er sich über eine 8,69s freuen! Nur ist es die Wahrheit???
I.W. war bei WUDL 10/08 eine Nasenlänge (ich glaub zwar eher dass es der Bauch war, aber egal) vor mir, dies akzeptiere ich voll und ganz. Es geht hier nur um die Sekunde die mir geklaut bzw. ihm geschenkt wurde!!!
IWeidinger schrieb: (07.10.2008) - Nach einer wahren Begebenheit ...
Alles begann mit dem Zieleinlauf des Woschd- und Doschdlaufs im Herbst 2008.
Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Ziellinie gegen meinen Rivalen. Doch am Ende entschied der Kampfrichter zu meinen Gunsten. Ich hatte mir den 9ten Platz verdient, denn ich hatte den Lauf "2cm früher" absolviert.
Zur Siegerehrung war die Welt noch in Ordnung. Er wurde mit dem 10. Platz graduiert und ich ging meiner Urkunde für Platz 9 mit stolzer Brust entgegen.
Die zwei darauf folgenden Tage verliefen ruhig.
Rege verfolgte ich auf der Homepage von WUDL den Highscore, und als dort die Zeiten einsehbar waren, musste ich mit großem Erschrecken feststellen, dass ich auf Platz 10 abrutschte und sich mein Konkurrent auf einmal am 9ten Platz (meinem) tummelte.
Diese Situation war für mich natürlich nicht tragbar und ich stellte an den Webmaster die Forderung auf eine korrekte Platzierung.
Dieser handelte umgehend und setzte seine Zeit um eine Sekunde herunter (53:35)
Es dauerte wohl keine 20 Sekunden - ich hatte noch nicht einmal die Zeit, mir selbst die Korrektur anzusehen - und erhielt meinen ersten Anruf von dem sich ungerecht behandeltem Athleten. "Ich will meine Sekunde zurück" schrie er durch den Hörer.
Ich versuchte ihn zu besänftigen und teilte ihm mit, dass der Webmaster ihm die Sekunde wieder zuschreiben würde, was auch sofort danach geschah.
Um jedoch die Platzierung beizubehalten, musste nun meine Zeit um eine Sekunde erhöht werden, also 53:33
Auch daraufhin folgte ein Anruf meines aufgebrachten "Kumpels". Diesen konnte ich zu dem Zeitpunkt aber "leider" nicht entgegennehmen.
Daraufhin folgten Emails und SMS mit wüsten Beschuldigungen:
Email1:
"Alter…geht gar nicht…du hattest die gleiche zeit wie ich!!!! Keine sekunde langsamer und keine sekunde schneller…also so will ich das sehen!!!!! Und nicht anderes…!!!!!!!ihr beschummler!!!!!"
Email2:
"Schieeeeeebung!!!! Ich muss mich hier mal ans wettkampfgericht wenden!!!!!!
Hier zählen freundschaftliche Beziehungen mehr als die tatsächlichen SPORTLICHEN LEISTUNGEN !!!!!!!!
Ihr als super duper Programmierer werdet das wohl hinbekommen!!!!!! Sonst sehe ich mich gezwungen diesen Skandal öffentlich zu machen!!!
Ich schäue mich nicht davor den regionalen Medien davon zu berichten!!!! Der größte Skandal seit Epo bei der Tour de France!!!!!!!!!!"
SMS1:
"Wettbewerbsverzerrung!!! Vetterles wirtschaft!!! Skandal!!! Der olympische geist wird mit füssen getreten!!! Manipulation der Ergebnisse!!! Pfui"
Email3:
"STOP!!!!!!!
Die gemessene Zeit war klipp und klar 53:34!!!! Und nicht 53:33 und auch nicht 53:35!!!!! Das ist Manipulation!!!!!!!!!!!!!
So geht das nicht!!!!!!
Ich bestehe auf die Veröffentlichung der korrekten Zeiten. Und nicht irgendwie was hingemogeltes!!!!!!!!! Dann nenn dich von mir aus ASSI damit Du im Alphabet vor mir bist!!!!!!
Ich fühle mich hier ungerecht behandelt!!!! Ausserdem ist das Wettkampfgericht parteiisch!!!!!(alles Arbeitskollegen)"
Auch ein gefakter Zeitungsbericht sollte den Belästigungen folgen: Skandal.pdf
Wie auch immer mein Rivale den Sachverhalt darstellt; er ist im Unrecht! Ich habe den Lauf vor ihm beendet und so muss es korrekterweise auch im Highscore dargestellt werden.
Ich möchte diesen Bericht allen WUDL-Anhängern zur Verfögung stellen, um euch zu sagen: Es wird immer Neider geben unter uns. WUDL ist der härteste Wettkampf den es gibt und spätestens bei den Platzierungen hört die Freundschaft auf :-)
Noxy schrieb: (07.04.2007) - Ein harter Kampf
Auf die Plätze…
Heute war es endlich so weit. Ich war Teilnehmer am weltberühmten Woschd und Doschd Lauf. Dieser Lauf, der zweifellos zu den härtesten Sportevents auf diesem Planeten zählt, sollte heute stattfinden. Hoffentlich zahlt sich mein montate langes Training aus. Mit jeder Stunde stieg die Anspannung in meinem Körper. Endlich, konnte ich an diesem geschichtsträchtigen Wettkampf teilnehmen. Die Anreise verlief reibungslos und ich schottete mich und meine Gedanken während dieser Zeit vollkommen von der Außenwelt ab. Innere Ruhe zu finden war mein Ziel, um aus ihr die Kraft, die ich für diesen Kampf mit mir selbst brauchen werde, zu schöpfen.
…fertig…
Kurz vor dem Start lief ich nochmal die beschwerliche Strecke in Gedanken ab. Schon allein dies, lies mich ins Schwitzen kommen und ich rang nach Luft.
“Durchatmen Hevel, durchatmen” sagte ich mir immer und immer wieder. Die Verantwortlichen erklärten noch ein letztes Mal das Reglement und wiesen nocheinmal darauf hin, dass die Teilnahme auf eigene Gefahr hin stattfindet. “Welche Gefahren würden wohl auf uns da draußen warten?” Diese und ähnliche Fragen schossen mir so kurz vor dem Start durch den Kopf. Dann war Stille. Gespannt warteten alle Teilnehmer auf den Startschuß…
…los!
Peng! Das war das Zeichen. Es ging los. Zügig bewegte ich mich zum Service Point, um mein isotonisches Getränk (Zirndorfer Landbier) und meine Wegration zu mir zu nehmen. Ja die Regeln des Woschd & Doschd Lauf sind hart. Nachdem ich alles gegessen und getrunken hatte ging es auf die 1. Runde. Das Laufen fiel mir leicht, ich hatte gut Tempo aufgenommen und passierte mehrere Gegner mit Leichtigkeit. Auch der doch extrem steile Anstieg zum Ende der Runde machte mir wenig zu schaffen. Ja, ich hatte ein gutes Gefühl.
Wieder am Service Point angekommen, nahm ich mein zweites Gedeck zu mir. Die zahlreichen Helfer waren pausenlos damit beschäftigt, die leeren Becher zu füllen. An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei diesen Helfern bedanken, ohne die ein reibungsloser Lauf wohl kaum möglich gewesen wäre. Aber zurück zum Lauf. Auch Getränk und Imbiss für Runde zwei bekamen meinem Magen sehr gut. Mit diesem guten Gefühle ging ich in Runde 2. Anfangs lief es sich gut, doch dann nach ca. 1/3 der Wegstrecke machte sich mein Magen bemerkbar. Er rumorte, da er sich mit den 0,8 Litern Bier und zwei Würstchen nicht so recht anfreunden wollte. Ohh Gott und jetzt auch noch der Anstieg. Ich kämpfte mich den Berg unter Magenkrämpfen hinauf. Am Service Point angekommen erwartete mich der nächste Imbiss. In der linken Hand ein Würstchen und in der rechten Hand ein Bier. So stand ich am Service Point. Der Ekel war mir ins Gesicht geschrieben, mein Magen blockte völlig und ich war dem Brechreiz nah. Es half nix, ich musste eine Pause machen, anderfalls würde ich unappetitliche Häufchen auf der Strecke hinterlassen. Nie hatte ich die Strapatzen so hoch eingeschätzt. Jetzt musste ich meinem Hochmut Tribut zahlen.
Nach einer längeren Pause ging es dann auf zu Runde 3. Immernoch geschockt von meinem körperlichen Zustand, lies ich die Runde etwas ruhiger angehen. Im Nachhinein sollte sich raustellen, das diese Entscheidung mein Überleben gesichtert hatte. Mit jetzt doch schon beachtlichem Rückstand traf ich wieder am Service Point ein. Zu diesem Zeitpunkt stand der Sieger bereits fest. In der utopischen Zeit von 26:47 Minuten war es Felix gelungen diesen Lauf zu absolvieren. Allein dies motivierte mich erneut, den angefangenen Lauf zu Ende zu bringen.
Ich verzerte den Imbiss, gab meinem Magen zu verstehen, dass er da durch muss und startete in Runde 4. Der Weg war bereits gesäumt von halb verdauten Nahrungsmitteln. “Nein, bleib standhaft Hevel, bleib standhaft!” sagte ich immer wieder zu mir. Ich ignorierte den beißenden Geruch, der in der Luft lag und lief weiter und weiter, bis ich wieder am Service Point angekommen war.
“Du hast es bald geschafft”, dachte ich mir und aß die letzte Wurst und trank das letzte Bier (naja zumindest das letzte Bier bei diesem Lauf). Zusammen mit Pierre startete ich in die 5. Runde. Gegenseitig pushten wir uns, hielten uns mit Durchhalteparolen am Leben und liefen gemeinsam und völlig erschöpft nach 01:16:31 Stunde ein.
Es war vollbracht, die Strapatzen waren vorbei. Ich lebte noch! Plötzlich überkam mich ein gutes Gefühl, ich hatte den wohl schwersten Lauf auf diesem Planeten erfolgreich hinter mich gebracht. Ja ein gutes Gefühl war das und auch mein Magen gab seine Verkrampfung auf. Das Leben war wieder schön.
Anschließend wurde der Sieger gross gefeiert. Eigentlich waren wir irgendwo alles Sieger, jedoch Felix war an diesem Tag einfach unschlagbar.











